Berlin

Radio Oberland berichtet:

11. März 2014 07:38

Dobrindt bekräftigt Umfahrungs-Pläne | Oberau

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat am Abend in Garmisch-Partenkirchen seine Pläne zur baldigen Realisierung der Ortsumfahrung von Oberau nocheinmal bekräftigt. Zuletzt waren wie berichtet kritische Stimmen und Skepsis gegenüber den Aussagen des Ministers aufgekommen. Josef Bobinger von der Verkehrsinitiative Oberau zeigte sich im Radio Oberland-Interview aber überzeugt, dass der Bau der Umfahrung tatsächlich schon nächstes Jahr in die Wege geleitet wird. Auch Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer sprach seine Unterstützung aus. Der Bau der Oberauer Umfahrung sei eine wichtige Angelegenheit, sobald grünes Licht aus Berlin kommt, werde der Bau der beginnen.

Alexander Dobrindt
Bundestagsabgeordneter Alexander Dobrindt aus Peißenberg unterstützt den Kampf der Oberauer um ihre Umfahrung immer mit Nachdruck.

"Steter Tropfen höhlt den Stein" und Informationen aus erster Hand können niemals schaden. Unter diesem Motto hatte sich eine Gruppe Oberauer Bürger, die sich für die Umfahrung Oberau einsetzt, zur Abgeordnetenreise von Klaus Breil, MdB, angemeldet. Neben dem Besuch des Bundesverkehrsministeriums war das zweitägige Programm gespickt mit aktuellen und politikgeschichtlichen Highlights, insbesondere dem Besuch im Reichstag, der Erlebnisausstellung "The Story of Berlin", der Ausstellung "Parlamentarische Demokratie in Deutschland" und der Gedenkstätte Normannenstraße (ehem. Stasi-Zentrale).
Klaus Breil, MdB
 
Wie alle Bundestagsabgeordneten hat auch unser regionaler Bundestagsabgeordneter die Möglichkeit, politisch interessierte Bürger seines Wahlkreises nach Berlin einzuladen. Die Fahrten werden vom Bundespresseamt durchgeführt.
Wissend um die Bedeutung des Themas, schließlich steht die Umfahrung Oberau auf der Prioritätenliste von Klaus Breil ganz oben, erfuhr der Gruppenbesuch im Bundesverkehrsministerium dort eine besondere Vorbereitung.
Die Reiseteilnehmer aus Oberau stellen sich dem Fotografen:
Reiseteilnehmer, insbes. aus Oberau
Während sich Ministeriumsbesuche von Besuchergruppen üblicherweise auf eine allgemeine Vorstellung des Ministeriums mit anschließender Diskussion beschränken, war es diesmal ganz anders. Nach einer nur kurzen Vorstellung der Organisation und der Aufgaben des Ministeriums durch den Stv. Referatsleiter Bürgerservice und Besucherdienst, Alexander Dürrnagel, lag der Schwerpunkt der etwa eineinhalbstündigen Veranstaltung auf den Planungsprozessen beim Straßenbau und hier insbesondere auf der Umfahrung Oberau und der Frage der Finanzierung dieses für unsere Region wichtigen Bauvorhabens. Auch der Kramertunnel kam zur Sprache.
Besuch im Bundesverkehrsministerium
Kartenausschnitt Oberau-GaPa
 
Sogar eine Video-Liveschaltung nach Bonn, wo nach wie vor etwa die Hälfte der Mitarbeiter des Bundesverkehrsministeriums beschäftigt ist, wurde eingerichtet. Hierfür und für die arbeitsintensive Vorbereitung der Veranstaltung gebührt den Mitarbeitern des Besucherdienstes und des Bundesverkehrsministeriums ein besonderer Dank.
Aus Bonn zugeschaltet waren Gerhard Rühmkorf, Referatsleiter Gebietsaufgaben für Bayern und Hessen Bundesfernstraßen (im Videobild rechts), und sein Kollege Jörg Fried, Referent für Oberbayern (im Videobild links).
Video-Liveschaltung nach Bonn
Video-Liveschaltung nach Bonn
Es ergab sich eine rege Diskussion, bei der die mitgereisten Oberauer, aber auch Teilnehmer aus anderen Orten, insbesondere Garmisch-Partenkirchen, die Notwendigkeit der Umfahrung Oberau zum Ausdruck brachten sowie ihr Unverständnis darüber, dass die Finanzierung noch nicht gesichert ist.
 
Diskussionsteilnehmerin
Christian Allinger von der Verkehrsentlastung Oberau:
Christian Allinger
Stefan Hausenblas aus Oberau:
Stefan Hausenblas
Germut Bielitz, FDP Kreisvorsitzender:
Germut Bielitz
Auch bei der anschließenden Diskussion mit Klaus Breil im Reichstagsgebäude war die Umfahrung Oberau ein wichtiges Thema.
Diskussion mit Klaus Breil, MdB
Hierbei hatte Klaus Breil auch seinen Fraktionskollegen, Sebastian Körber, Mitglied im Verkehrsausschuss des Bundestags, hinzugezogen, der prompt einen Besuch in Garmisch-Partenkirchen und Oberau versprach, um sich vor Ort einen Eindruck von den Infrastrukturproblemen unserer Region zu verschaffen.
Von links nach rechts: Sebastian Körber, MdB; Armin Mell, Wahlkreisbüro Klaus Breil, Weilheim; Klaus Breil, MdB:
Diskussion mit Klaus Breil, MdB
Diskussion mit Klaus Breil, MdB
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Termine im Bundesverkehrsministerium und im Deutschen Bundestag erwartungsgemäß nicht dazu geführt haben, dass morgen mit dem Bau der Umfahrung Oberau begonnen wird. Aber steter Tropfen höhlt bekanntlich den Stein. Deshalb kann dieser Besuch in Berlin als voller Erfolg verbucht werden. Klaus Breil hat zugesichert, sich auch weiterhin vehement für die Umfahrung Oberau einzusetzen.
Erinnerungsfoto mit der gesamten Reisegruppe im Reichstagsgebäude:
Besuchergruppe in Berlin
Text / Fotos: FDP Garmisch-Partenkirchen, Frank Rösner

Auch die Presse berichtete über den Besuch der VEO in Berlin.

2008_10_18_GAP-TB_VEO_in_Berlin
Die vom Garmisch-Partenkirchner Tagblatt betitelte "Baugenehmigung" heißt zwar im Straßenbau "Baurecht", aber ansonsten ein sehr schöner Bericht.

2008-10-22-Kreisbote-VEO-Berlin-1
Der Kreisbote widmet der VEO gleich 2 Seiten, kein Wunder, war doch der Kreisboten-Reporter Walter Glas selbst mit von der Partie in Berlin. Der ausführliche Bericht läßt keine Wünsche offen und ist äusserst lesenswert.

2008-10-22-Kreisbote-VEO-Berlin-2

Am Donnerstag, den 16. Oktober 2008 nach unserer Anreise nach Berlin hatten wir gleich noch einen Termin im Paul-Loebe-Haus, dem Abgeordnetenhaus des Deutschen Bundestages. Dort trafen wir um 18:00 Uhr auf die Staatssektretärin des Bundesverkehrsministers, Karin Roth.

Ebenfalls anwesend waren die beiden Bundestagsabgeordneten Alexander Dobrindt (CSU) und Klaus Barthel (SPD).

Warten im Paul-Loebe-Haus
Im Paul-Loebe-Haus. Wir warten auf unseren Termin.

Paul-Loebe-Haus in Berlin
Alleine das Paul-Loebe-Haus war es wert, angeschaut zu werden. Ein sehr imposanter Bau.

Gespräch mit Politikern
Von links: Klaus Barthel, Karin Roth und Alexander Dobrindt.

Gespräche mit Politikern
Nochmal die drei Politiker in einer sehr spannenden Diskussion.

Gespräche mit Politikern
Im Hintergrund der Oberauer Bürgermeister Peter Imminger.

Bürgermeister Peter Imminger erläuterte nochmals die Probleme unseres Ortes Oberau die durch die Bundesstraße B2, die den Ort teilt entstehen. Er wies auf die Olympiabewerbung von München und Garmisch-Partenkirchen und das sicher erforderliche Verkehrkehskonzept hin. Oberau will nicht schuld sein, wenn die Olympiabewerbung auf Grund der Verkehrsprobleme abgelehnt wird, und so fordert man die gesicherte Finanzierung der Westumfahrung bis Februar 2011.
Roth betonte zwar, dass die Kosten der Umfahrung Oberau einen recht hohen Rahmen hätten, zeigte aber vor allem im Hinblick auf Olympia Verständnis für den Bau der Oberauer Verkehrsentlastung.
Von den beiden Politikern Barthel und Dobrindt wurde aber auch darauf hingewiesen, dass die B2 eine überregionale Rolle spielt und die Umfahrung in jedem Fall, auch ohne Olympische Winterspiele, verwirklicht werden muss.

Alleine schon die Tatsache, dass der ursprünglich mit 30 Minuten veranschlagte Termin fast eine ganze Stunde gedauert hat, zeigt, dass bei der Politik das Interesse und die Gesprächsbereitschaft vorhanden ist.

Karin Roth mit Vertretern der VEO
Von der VEO bekamen die Politiker einen Kalender und die VEO-Chronik, mittlerweile 80 Seiten stark. Von links: Georg Kuba (VEO), Christian Allinger (VEO), Karin Roth (SPD), Klaus Barthel (SPD), Alexander Dobrindt (CSU).

Der Reichstag.
Am Ende eines langen Tages für die Berlin-Reisenden blieb vor dem gemeinsamen Abendessen noch der Blick auf den beleuchteten Reichstag. Ein spannender Tag geht zu Ende.

Morgen wird es dann den Pressespiegel über die Berlin-Reise geben, danach fahren wir dann mit unseren Berichten fort. Auch das Gespräch beim Vorsitzenden des Bundesverkehrsausschusses, Dr. Klaus Lippold, war äusserst spannend.

Am Donnerstag, den 16. Oktober 2008 um 6:00 Uhr in der Früh trafen sich 30 Oberauer zur Abfahrt nach Berlin. Die meisten Reiseteilnehmer waren Mitglieder der VEO, ein paar Nichtmitglieder hatten sich aber auch noch dazugesellt. Der Bus der Firma Hornsteiner fuhr pünktlich ab und dann ging es los, das Abenteuer Berlin der VEO. 

Rasthof

Erster Stopp.

Raststätte Osterhof

An der Raststätte Osterhof auf dem Weg nach Berlin.

Berlin in Sicht

Wir erreichen Berlin, links die alten Tribünen der AVUS.

Auf dem Weg zum Hotel

Auf dem Weg zum Hotel gerieten wir mitten in die Demonstrationen der Milchviehalter. Zum Hotel haben wirs dann gerade noch so rechtzeitig geschafft. Und dann ging es weiter zum Termin mit der Staatssekretärin des Bundesverkehrsministers, Karin Roth.
Der Bericht darüber folgt in den nächsten Tagen.

Am morgigen Donnerstag, den 16. Oktober 2008 werden 30 Oberauer ihre Reise nach Berlin antreten. Die VEO-Mitglieder haben um Termine bei den für die Westumfahrung Oberau zuständigen Politikern gebeten. 

Und so wird es Gespräche mit der Parlamentarischen Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Karin Roth sowie mit Dr. Klaus W. Lippold, dem Vorsitzenden des Ausschusses für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung des Deutschen Bundestages geben. 
Die Abgeordneten Klaus Barthel und Alexander Dobrindt, die sich beide schon seit längerem für die Belange der VEO und des Ortes Oberau einsetzen werden auch mit von der Partie sein.
Ein Bericht über die Berlin-Reise der VEO  ist im Laufe der nächsten Woche hier im VEO-Blog zu erwarten. Bis dann.